Das Rahmen macht mir Angst. Brauche ich einen Schreiner?

1. DER UNGELÖSTE MOMENT
Der Druck ist angekommen. Sie wissen, wohin er soll.
Aber nun gilt es, einen Rahmen zu finden, Glas zu wählen, jemanden zum Aufhängen.
Der Rahmungsschritt macht aus etwas Entschiedenem wieder etwas Ungelöstes.
Die meisten Drucke bleiben wegen dieses Moments in der Röhre.
Das muss nicht sein.
2. DIE EINSCHRÄNKUNG
Das Rahmen hat den Ruf, kompliziert zu sein. Individuelle Rahmer verlangen viel. Die Optionen sind überwältigend. Sie wissen nicht, was Sie wählen oder warum.
Die Einschränkung ist real: Der falsche Rahmen sieht nicht nur schlecht aus – er sieht aus, als wolle er etwas ausgleichen. Schlechtes Rahmen wird nicht unsichtbar. Es wird zu dem, was Sie sehen.
3. DER ANSATZ
Beginnen Sie mit dem einfachsten möglichen Rahmen für Ihre Druckgröße.
Für die meisten Standarddrucke – 50×70 oder 70×100 cm – verschwindet ein schmaler Rahmen aus Schwarz oder Naturholz in der Wand und lässt dem Werk den Vortritt. Diese gibt es fertig in den meisten Einrichtungsgeschäften und online. Kein Schreiner nötig.
Die Regel: Der Rahmen sollte zurücktreten. Sofern Sie keinen guten Grund haben, dass der Rahmen ein Statement setzt, sollte er es nicht. Die Kunst setzt das Statement.
Auch ganz ohne Glas ist möglich. Drucke auf Papier mit 300 g/m² halten sich in den meisten Wohnräumen auch ohne Glas gut. Befindet sich die Wand in einem feuchten Raum oder bekommt sie direkte Sonne, bietet Glas zusätzlichen Schutz – mattes Glas, nicht spiegelndes.
4. DER ABLAUF
Messen Sie den Druck, nicht das Bild. Die Rahmengröße sollte den Papiermaßen entsprechen.
Beim Aufziehen: Verwenden Sie säurefreien Montagekarton, kein Klebeband. Klebeband vergilbt und beschädigt das Papier mit der Zeit.
Beim eigenständigen Aufhängen: ein Haken für kleinere Drucke, zwei für alles ab 70×100. Richten Sie es auf Augenhöhe im Stehen aus – die Mitte des Werks sollte etwa auf Augenhöhe liegen.
Das war's. Kein Schreiner, kein Fachmann. Ein Nachmittag und eine Wasserwaage.
5. REFLEXION
Die Angst vor dem Rahmen dreht sich meist darum, es auf sichtbare Weise falsch zu machen.
Aber ein sauberer, schlichter Rahmen sieht fast nie falsch aus.
Was falsch aussieht, ist der Druck, der drei Monate später noch immer in der Röhre steckt.
Alle Drucke in gängigen Rahmenformaten erhältlich. Je limitiert auf 100 Exemplare. yagilweiler.com


